Wärme-Kompass · Heizlast · Bedarf aus der Bauweise
Heizlast – erste Orientierung, erstellt am
Zwei Blickrichtungen auf dasselbe Haus. Kurs – wie stark die Heizung sein muss, gerechnet aus der Bauweise. Standort – wie sparsam Ihr Haus heute ist, abgelesen von Ihrer Rechnung.
Wie stark muss meine Heizung sein?
Wie sparsam ist mein Haus?
Die Heizlast ist die Leistung, die Ihr Haus am kältesten Tag braucht –
berechnet aus der Bauweise Ihres Hauses (Baujahr, Fläche, Dämmung).
Das Ergebnis ist eine erste Orientierung und ersetzt keine ausführliche
Heizlastberechnung. Standort Kassel. Alles rechnet in Ihrem Browser, nichts wird übertragen oder gespeichert.
Demnächst erweitern wir das zur Frage „Wie groß muss Ihre Wärmepumpe sein?".
Der Energiekennwert sagt, wo Ihr Haus heute steht: wie viel Energie es im Jahr je Quadratmeter braucht. Dafür genügt eine Zahl von Ihrer Heizkostenrechnung. Auch das ist eine erste Orientierung. Alles rechnet in Ihrem Browser, nichts wird übertragen oder gespeichert.
Bedarf (B) · aus der Bauweise
Doppelhaushälfte und Reihenendhaus sind an einer Seite angebaut, das Reihenmittelhaus an zwei. Eine Wand, hinter der ein beheiztes Nachbarhaus steht, verliert kaum Wärme – sie zählt nicht als Außenwand und hat keine Fenster. Das ist einer der größten Hebel überhaupt: eine Doppelhaushälfte braucht rund 11 % weniger Heizleistung als dasselbe Haus freistehend, ein Reihenmittelhaus rund 23 % weniger. Ganz verlustfrei ist die Trennwand nicht: gerechnet wird mit der Nachbartemperatur nach DIN (12 °C bis 1979, 14 °C bis 1995, danach 16 °C), denn nebenan wird nicht immer voll geheizt.
Das Baujahr liefert die U-Werte automatisch aus der IWU-Wohngebäudetypologie (unsaniert). Der U-Wert (spezifischer Wärmedurchgangskoeffizient, W/m²K) sagt, wie viel Wärme ein Bauteil durchlässt – je kleiner, desto besser gedämmt und desto geringer die Heizlast. Er ist der wichtigste Hebel für das Ergebnis. Bereits durchgeführte Sanierungen tragen Sie unten bei den U-Werten ein.
Gemeint ist: sind die Fenster und Haustüren nachträglich ausgetauscht worden? Dann ist das Haus deutlich dichter, als das Baujahr vermuten lässt – es zieht weniger, und die Lüftungsverluste sinken spürbar. „Ja" setzt den Luftwechsel eine Stufe herunter (unten anpassbar). Bei Häusern ab 1995 ändert sich nichts, die sind bereits dicht gebaut.
Hülle, Randbedingungen & U-Werte anpassen
Für Kassel rechnen wir mit −12 °C am kältesten Tag. Diesen Wert müssen Sie normalerweise nicht ändern.
Wohnebenen übereinander (Erdgeschoss + Obergeschosse; ein ausgebautes Dachgeschoss mitzählen). Beeinflusst das Ergebnis stark – typisch 1–3.
Wenn Sie die Außenmaße kennen, tragen Sie sie hier ein – abschreiten oder im Lageplan nachsehen genügt. Damit sind Grundfläche und Umfang bekannt statt geschätzt, und Dach-, Boden- und Wandfläche werden deutlich genauer. Leer lassen ist in Ordnung: dann schätzt der Rechner beides aus Wohnfläche und Geschosszahl. Bei verwinkelten Häusern die ungefähren Maße des Hauptbaukörpers.
U-Werte in W/(m²K), aus dem Baujahr vorbelegt – danach frei anpassbar (z. B. „Dach" senken für eine Sparrendämmung). Die Randbedingungen legen fest, wogegen Dach und Boden verlieren.
Wie viel Prozent der Außenwand sind Fenster. Grobe Schätzung reicht (typisch 15–25 %) – im Zweifel den Vorschlag lassen, der Einfluss ist gering.
Automatisch aus dem Baujahr (Gebäudedichtheit nach DIN): 0,25 (ab 1995) · 0,50 (1977–1994) · 1,00 (vor 1977); erneuerte Fenster/Türen (Frage oben) setzen eine Stufe herunter. Überschreibbar, z. B. nach einem Luftdichtheitstest.
Verbrauch (V) · aus der Abrechnung
Aus der Jahresabrechnung. Erdgas oft schon in kWh – falls in m³: Kubikmeter × rund 10 (genauer Faktor steht auf der Rechnung). Öl: Liter × rund 10 kWh/l.
Aus dem Wärmeerzeuger oben vorbelegt – nur ändern, wenn Sie den genauen Wert kennen. Er sagt, wie viel der eingesetzten Energie als Heizwärme ankommt.
Kassel-Wert aus IWU/DWD-Daten (Heizgrenze 15 °C, 2001–2013). A reagiert empfindlich auf die Gradtagzahl – deshalb unten als Band (Heizgrenze 15↔10 °C) gezeigt. Wetterkorrektur des Verbrauchsjahrs: Stufe 2.
Nutzung des Hauses (passt den Verbrauch V an)
Weitere Nutzung
Wird zur gemessenen Wärme addiert – der Gasverbrauch allein unterschätzt sonst die Last.
Ergebnis · Heizlast
Die Skala zeigt die spezifische Heizlast – die Heizlast bezogen auf einen Quadratmeter Wohnfläche (W/m²). So lässt sich Ihr Haus einordnen, ähnlich der Skala im Energieausweis.
Verbrauch · von Ihrer Rechnung
Zwei Angaben genügen: die beheizte Wohnfläche und was Sie im Jahr verbraucht haben. Die gezeigten Zahlen sind ein Beispiel – tragen Sie Ihre eigenen ein.
So wie es auf der Rechnung steht, für ein ganzes Jahr und einschließlich Warmwasser – nichts herausrechnen. Erdgas ist meist schon in kWh angegeben; steht dort m³, rechnen Sie Kubikmeter mal rund 10.
50 wie ein Neubau · 100 einmal durchsaniert · 200 unsaniert, vor 1978
Das sind Orientierungspunkte, keine scharfen Grenzen – zwei gleich gebaute Häuser liegen oft weit auseinander, weil die Bewohner unterschiedlich heizen.
Achtung, andere Größe als oben: Die Heizlast ist eine Leistung in W/m² für den kältesten Tag. Hier steht der Jahresverbrauch, also die Energie in kWh/m²·a von Ihrer Rechnung. Einteilung nach Carsten Herbert, dem Energiesparkommissar – aus dem Vortrag „Wärmepumpe im Altbau · Es gibt für jedes Haus eine Lösung“.
Wärme-Kompass · Heizlast
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